AKTUELL

Jahresbericht 2018

Veranstaltungen

Wie kann Lernen gelingen
So lautete das Thema des ersten Anlasses des Elternforums vom vergangenen März. Dr. Thomas Rhyner
Dozent an der Pädagogischen Hochschule in St. Gallen, erläuterte die Grundlagen des Lernens.
Lernen setzt ein Vorwissen voraus. Zudem zeigte er auf, wie individuell Lernen aussehen kann. Im Zusammens-
spiel mit den Gästen Thomas Rhyner auf gemachte Erfahrungen mit Kindern im Umgang mit Lernen ein. Besucher
durften ihre Anliegen äussern und Fragen stellen. Der Referent überzeugte durch sein grosses Fachwissen
und konnte zudem immer wieder seine eigenen Erfahrungen einbringen. So entstand ein spannender Dialog
zwischen Referent und Publikum.

Thomas Rhyner erwähnte nebst dem Lernen der Fachlichen Kompetenzen, welche durch Noten beurteilt werden
können, die Wichtigkeit der Entwicklung des Sozialverhaltens. Er zitierte Meinungen von Geschäftsführern
und zeigte auf, was sich die Wirtschaft von Schulabgängern wünscht und wie das Schulsystem diese Ziele zu
erreichen versucht. Als entscheidend für eine gute Entwicklung erachtet er zudem die Abdeckung der grundlegenden
psychischen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen. Bedürfnisse wie Autonom bleiben, dazugehören sowie etwas
können - dies sind gemäss Thomas Rhyner die drei Bedürfnisse, welche laut der heutigen wissenschaftlichen
Erkenntnissein der Entwicklungsphase von grösster Bedeutung sind.

Kinder im Hamsterrad - Burnout bei Kindern
Das Interesse am gewählten Thema im September war gross. Rund 70 Personen fanden den Weg in die Aula der
Schule Grüenau in Wattwil. Die Referentin, Katrin Aklin, Schulleiterin der Stiftung OPA in Zürich und selbst
Mutter von drei mittlerweile erwachsenen Kindern, eröffnete ihr Referat indem sie das Phänomen Burnout mit den
damit verbundenen Symptomen erklärte. Einen grossen Teil ihres Referates widmete sie den Ursachen, welche ein
Burnout auslösen können. Die Ursachen dieser rühen Depression sah sie entgegen den Vermutungen vieler Zuhörerinnen
und Zuhörern nicht im schulischen Stress der Kinder und Jugendlichen sondern vielmehr in den Folgen des gesellschaftlichen
Umbruchs, in dem wir uns zur Zeit befinden! Unzählige Dinge, um welche man sich noch vor fünfzig Jahren nicht kümmern
musste, stehen heute im Zentrum der täglichen Aktivitäten. Mittels gut gewählten Beispielen erläuterte Katrin Aklin welche
Fähigkeiten Kinder und Jugendliche heute brauchen, um ihr Leben seelisch gesund, erfolgreich zu meistern.

Warum Raben die besseren Mütter sind
Seit zwölf Jahren bieten die Elternforen Wattwil und Ebnat-Kappel sowie das RDZ Wattwil jeweils im November eine
gemeinsame Veranstaltung für Eltern, Erziehungsverantwortliche und Lehrpersonen an. In diesem Jahr wurde Jan-Uwe Rogge,
bekannt als Buchautor und Familienberater zum Thema «Warum Raben die besseren Eltern sind oder wie wir wieder lernen
loszulassen», eingeladen. In seiner humorvollen und witzigen Art, ganz ohne moderne Hilfsmittel, ist es Rogge gelungen, nur mit
seiner Stimme, seinen Geschichten und seinen Denkanstössen das Publikum während rund zwei Stunden< zu begeistern.

In allen seinen Geschichten und Erzählungen geht es um das Reden und Zuhören. Darum, dass Kinder Grenzen wollen und
um das Haltgeben und Loslassen. Jan-Uwe Rogge kommt dem Publikum nicht mit Zahlen und Fakten. Er bietet vielmehr
pädagogische Unterhaltung - aber mit erhobenem Zeigefinger. Er spricht eine klare Sprache. Von Helikoptermüttern ist die
Rede, von Eltern, die ihren Kindern alles abnehmen und sie überbehüten. «Lasst doch die Kinder Kinder sein!», ist eine seiner
Botschaften. Kinder wollen und müssen nicht immer beobachtet werden. «Kinder sind unsere Geschenke. Seid dankbar und nehmt
sie an, wie sie sind. Verbiegt sie nicht, dass sie so werden, wie ihr sie gerne hättet. Seid aufrichtig und ehrlich, wenn ihr mit
den Kindern redet.»

Die organisierten Anlässe fanden grossen Anklang in der Bevölkerung. Dies zeigten uns die gut besuchten Referate sowie die
vielen positiven Reaktionen und Feedbacks.

Danke

Wir danken der Schulgemeinde Wattwil-Krinau für die Unterstützung, insbesondere unserem Schulratspräsidenten
Norbert Stieger. Er ermöglicht uns die spannenden Vorträge und leistet mit seiner Anwesenheit und seinen
persönlichen Worten einen wertvollen Beitrag. Weiter danken wir unseren Mitgliedern und Gästen für das Vertrauen,
das zahlreiche Erscheinen und Mitwirken bei „Schule und Eltern im Gespräch“ und natürlich die finanzielle Unterstützung.
Dem Elternfo-rum Ebnat-Kappel, Mosnang und dem RDZ Wattwil danken wir für die Zusammenarbeit bei unserem
gemeinsamen Anlass.

Einen ganz besonderen Dank möchte ich Ruth Schreiber für das langjährige Engagement im Elternforum aussprechen.
Sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir immer wieder hochkarätige Referenten bei uns in Wattwil begrüssen durften.
Ihre kompetenten Begrüssungen werden uns fehlen. Ruth verlässt uns auf anfangs Jahr um sich wieder mehr ihren ganz
persönlichen Interessen zu widmen.

Das Jahresprogramm 2019 liegt bei. Der Vorstand des Elternforum Wattwil ist motiviert und freut sich auf spannende
Vorträge, interessante Gespräche und bereichernde Begegnungen im neuen Jahr.

Ebenfalls verlassen wird den Vorstand Tamara Good. Sie war unsere kreative Kraft, wenn es um die Gestaltung des Familientages
ging. Der Familientag wird jedoch in Zukunft in Folge mangelnder Nachfrage nicht mehr durchgeführt. Auch Tamara gilt ein herzliches
Dankeschön für ihre kreativen Ideen und ihren Einsatz.

Das Jahresprogramm 2019 liegt bei. Der Vorstand des Elternforum Wattwil freut sich auf spannende Vorträge, interessante Gespräche
und bereichernde Begegnungen im neuen Jahr.

Wattwil, Januar 2019
Priska Eigenmann
Präsidentin Elternforum Wattwil





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